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Fachmittelschulausweis und Fachmaturität

Nach Beendigung der obligatorischen Schulzeit stehen viele junge Menschen vor der Frage, was Sie zukünftig mit ihrem Leben anzufangen gedenken und welchen Berufsweg sie einschlagen möchten. Dabei bieten sich eigentlich nur drei Möglichkeiten der weiterführenden Ausbildung an. Die Berufsausbildung ist eine dieser Möglichkeiten, die auf einen ganz bestimmten Beruf vorbereitet und sehr praxisbezogen ist. Wer nach seiner Berufsausbildung allerdings nicht direkt ins Berufsleben einsteigen möchte, sondern an einer Fachhochschule zu studieren gedenkt, der kann sich mit der Berufsmaturität diesen Zugang sichern. Eine weitere Möglichkeit der Ausbildung nach der obligatorischen Schulzeit ist das Erlangen der gymnasialen Maturität, die sowohl für ein Studium an einer Fachhochschule als auch an einer Universität berechtigt. Als dritte Möglichkeit bietet sich der Besuch einer Fachmittelschule an, die seit dem Jahr 1988 in der Schweiz vertreten sind. 61 Fachmittelschulen gibt es im ganzen Land verteilt, ausser in den Kantonen Nidwalden, Obwalden und Appenzell Innerrhoden, die aus den einstmaligen Diplommittelschulen hervorgegangen sind.

An einer Fachmittelschule wird grossen Wert auf die Vermittlung von Allgemeinbildung gelegt, ebenso wie auf spezifisches Wissen aus einem ausgesuchten Berufsfeld. Denn der Besuch einer Fachmittelschule bereitet nicht auf das Studium ganz allgemein hin vor, sondern auf ein Studium in einer festgelegten Berufsbranche an einer höheren Fachschule. Dazu muss sich jeder Schüler bereits an einer Fachmittelschule auf einen der folgenden Schwerpunkte festlegen:

  • Soziale Arbeit
  • Gesundheit
  • Pädagogik
  • Gestaltung und Kunst
  • Kommunikation, Information und Tourismus
  • Angewandte Psychologie
  • Musik und Theater

Zu beachten ist jedoch, dass nicht jede Schule und jeder Kanton auch Unterricht in allen diesen Berufsfeldern anbietet. Informieren Sie sich daher umfassend über die Schwerpunkte in Ihrem Kanton und den dort vorhandenen Fachmittelschulen, sowie über die Aufnahmebedingungen und Regelungen.

Fachmaturität
Nach erfolgreichem Abschluss der Fachmittelschule erhält jeder Absolvent den Fachmittelschulausweis, der landesweit anerkannt ist und den uneingeschränkten Zugang  zu Höheren Fachschulen ermöglicht. Der Besuch einer Fachhochschule hingegen ist mit einem Fachmittelschulausweis nicht so einfach. Daher kann nach einem Abschluss der Fachmittelschule das Fachmaturitätszeugnis angestrebt werden. Dabei besteht die Möglichkeit, zwischen einem Praktikum und einem zusätzlichen Ausbildungsteil wählen zu können, die zwischen 3 bis 12 Monaten Zeit in Anspruch nehmen. Im Anschluss an diese vertiefende Ausbildung können Fachmittelschulabsolventen eine Fachmaturitätsarbeit schreiben, sowie, je nach Berufsfeld, zusätzliche Leistungen erbringen, um ihre Fachmaturität zu erlangen. Auf diese Weise erhalten sie uneingeschränkten Zugang zu den Aufnahmeverfahren der Fachhochschulen und teilweise auch der Pädagogischen Hochschulen. Da die Aufnahmebedingungen an eine Pädagogische Hochschule jedoch von Kanton zu Kanton unterschiedlich sind, sollten Sie sich direkt bei den in Frage kommenden Kantonen informieren.